Backofen reinigen- Ihr Ratgeber für den sauberen Ofen

Egal, ob in einer Großfamilie oder in einem Single Haushalt. In Deutschland wird sehr viel im Ofen gebacken. So kann es nach einer gewissen Zeit durchaus zu sehr großen Schmutz und Fettablagerungen kommen.






Richtig den Backofen reinigen und den eingebrannten Schmutz entfernen ist dann angesagt. Doch nicht immer benötigt man hierzu einen speziellen Backofenreiniger, in manchen Fällen geht dies auch ohne Chemie, wenn Hausmittel hinzugezogen werden. Ganz hartnäckige Fälle lassen aber manchmal keine andere Wahl übrig, als einen neuen Backofen zu kaufen oder Profireinigungsmittel hinzuzuziehen. Wir werden hier allerlei Tricks und hilfreiche Tipps zur Verfügung stellen, um ihren Hausofen wieder einwandfrei sauber zu bekommen.

Inhaltsverzeichnis:
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1. Backofenreiniger Test
2. Backofen reinigen Hausmittel
3. Tipps: Ofen-Reinigung Ratgeber FAQ
4. Herd reinigen
5. Kaminofen reinigen
6. Backblech reinigen




Welche Tipps helfen wirklich, um den Backofen zu reinigen

Mit etwas Aufwand kann also jeder den Backofen reinigen, auch wenn er noch so schmutzig ist. Beim professionellen Reinigungspersonal kann man sich da ein paar Tipps einholen und diese umsetzen. Die erfolgreichsten Methoden, um das beliebte Küchengerät wieder blitzblank aussehen zu lassen haben wir auf unseren Seiten zur Verfügung gestellt. Gerne können Sie unsere Tipps auch weiter empfehlen. Die häufigsten und hartnäckigsten Verschmutzungen sind Fettablagerungen, eingebrannter Käse von überbackenen Speisen,  Essensreste und eine verschmutzte Heizspirale. Es gibt diverse Möglichkeiten diese Verunreinigungen in den Griff zu bekommen.

Mit der beste Trick hierbei ist wohl die Reinigung mit Essig, Zitronensaft oder Salz. Gerade Essig empfiehlt sich beim Entfernen von hartnäckigen Rückständen, da die Säure selbst Fettspritzer und Kalkrückstände aufzulösen vermag. Die Kraft des Essigs war bereits den alten Ägyptern bekannt. Es diente als allerlei Wundermittel, welches zum einlegen verwendet wurde und auch die reinigende Wirkung war damals schon bekannt. Die Essigessenz (3-4 Esslöffel) wird mit etwas Wasser auf den Schwamm gegeben und fettige Verschmutzungen hiermit abgerieben. Danach lässt man die Essig-Wasserlösung ca. 10 Minuten einwirken und spült das Ganze mit klarem Wasser und einem Küchentuch ab. Noch besser wirkt Essigwasser, wenn man es im Ofen eine Stunde bei niedriger Temperatur in einer Schüssel verdampfen lässt.





Wie viel Zeit erfordert eine gründliche Ofen Reinigung?

Infografik für die Reinigung

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Hat man sich vorgenommen den Ofen oder die Backröhre zu reinigen, sollte man etwas Zeit einplanen. Denn egal, ob professionelle Backofenreiniger mit chemischen Inhaltsstoffen oder gut erprobten Hausmitteln, es kommt hier vor allem auf den Grad der Verschmutzung an. Es gibt selbstverständlich auch Reinigungsmittel im Handel zu kaufen, welche ganz ohne Chemie sind und dennoch ihren Dienst tun. Als schnelle Last minute Variante eignen sich aber vor allem unsere Hausmittel Empfehlungen, zu welchen auch Backpulver und Soda gehören. Wurde der Backofen schon sehr lange nicht mehr gereinigt und weist sehr grobe Verschmutzungen auf, so kann es durchaus 1 bis 2 Stunden dauern, bis dieser wieder glänzt. Es sei denn man hat wirklich sehr starke Reiniger zur Hand, welche aber nicht unbedingt immer umweltfreundlich sind.

Backblech, Backofenscheibe und Backofentür sauber machen

Nicht außer Acht lassen darf man, dass vor allem die Backbleche und die Backofentür separat gereinigt werden müssen und dieser Vorgang unter Umständen viel Kraft kosten kann. Mit Soda beispielsweise hat man ein Mittel, welches Natriumcarbonat enthält. Zusammen mit aufgewärmten Wasser wird eine alkalische Lösung geschaffen, welche super als Reinigungsmittel für Backofentür und Backblech dient. Hier sollte man zu einem Markenprodukt mit hohem Natriumcarbonat Anteil greifen. Doch auch Billigprodukte erweisen häufig ihren Dienst. Das Waschsoda sollte mit circa 3-4 Teelöffel warmem Wasser vermischt durch eine Sprühflasche im Backofen aufgetragen werden. Nun heißt es warten. Etwa 3-4 Stunden sollte die alkalische Lösung einziehen, bis sie dann ausgiebig mit klarem Wasser wieder abgespült werden kann.

Auch die Backofenscheibe kann mit dieser Methode mühelos wieder sauber gemacht werden. Dreck entseht hier oft durch undichte Stellen. Bei manchen Modellen lässt sich die Ofenscheibe auch abmontieren, sodass man hier besser rankommt und ein ähnliches Ergebnis erhält.

Den Backofen mit der Pyrolyse Funktion säubern- Eingebrannte Flecken adé

Moderne Backöfen haben die sogenannte Pyrolyse-Funktion integriert, welche die molekularen Bindungen im Ofen mit sehr großer Hitze spaltet und so die hartnäckigsten Verkrustungen im Ofen verbrennt. Diese Methode ist thermo-chemisch, jedoch nicht allzu gut für das Entfernen von Fettrückständen geeignet. Bei einem Kaminofen beispielsweise fällt die Methode der Pyrolyse gänzlich weg.

Welche Mittel, die man zu Hause hat sind nun wirklich die besten zum Backofen reinigen?

Unsere Favoriten in der Backofen Reinigung sind definitiv die Essig- und die Sodamethode. Doch auch Zitronensaft kann helfen den Backofengrill von großen Einbrennungen und Fettverschmutzungen zu befreien. Eingebranntes Fett lässt sich mit der Pyrolysefunktion nicht sehr gut entfernen, eingebrannte Flecken, Salz und Essensreste lassen sich hiermit jedoch relativ gut verbrennen und können anschließend vorsichtig abgekratzt werden. Auch Rasierschaum könnte ein gutes Backofenspray in manchen Fällen ersetzen. Es ist leider nicht gerade umweltfreundlich, kann aber mühelos auf verschmutzte Stellen gesprüht werden und dann mithilfe von Essig nach behandeln, um den Geruch und die Chemie loszuwerden.

Auch Backpulver hat uns im Test begeistert. Es arbeitet sich mühelos in Krusten hinein und löst diese zusammen mit etwas Wasser sehr gut auf. Die Paste, welche beim Vermischen mit Wasser entsteht lässt sich gut auf stark eingebrannte Stellen, oder Schmutz zwischen den Scheiben (nach ausbauen) auftragen und später wieder mit einem Schwamm entfernen. Die Paste sollte jedoch ein paar Stunden einziehen. Nicht zu vergessen ist auch hier, dass die behandelte Stelle des Backofens im Anschluss gründlich mit klarem Wasser gereinigt werden sollte, bevor man wieder mit dem Backen loslegt.

Weitere, außführliche Hausmittel Tipps findet ihr in unseren Kategorien.

Was tun, wenn Hausmittel nicht mehr wirken?

Nicht immer sind Hausmittel dazu geeignet starke Verschmutzungen und Fettflecken zu reinigen. Bei sehr hartnäckigen Unreinheiten hilft oft kein Reinigungsmittel ohne Chemie mehr. Sieht man sich hoffnungslos den hausüblichen Mitteln gegenüber, so empfiehlt es sich den Ofen fachkundig sauber machen zu lassen oder aber zu etwas teureren Mitteln zu greifen, welche speziell für hartnäckige Verunreinigungen in Backröhren und Backöfen vorgesehen sind. Ein Ceranfeld beispielsweise ist deutlich sensibler und nicht alle Hausmittel sind hier geeignet, um diesen zu reinigen. Salz beispielsweise kann das Ceranfeld zerkratzen und dann gegenteiliges bewirken. Auch gibt es heutzutage Herdplatten mit Touchscreen, auch hier sollte nicht mit hausüblichen Mitteln herumexperimentiert werden.

  • Jetzt noch ein kleines Video mit einem guten Trick speziell zur Backblechreinigung und Polierung von uns – denn gerade eingebranntes Fett lässt sich ohne weiteres nicht immer leicht entfernen. Perfekt für Zeitdruck – aber ohne Einwirkung nicht allzu effektiv.

 





Anleitung zur Methode mit Backpulver

Die bereits oben angedeutete Reinigung mit Backpulver gehört unserer Meinung nach zu den effektivsten Hausmitteln, was die Säuberung des Ofens angeht. Auch, wenn ein guter Ofenreiniger die ganze Prozedur meist erleichtert, bietet es sich an diesen Trick einmal auszuprobieren, falls sich das notwendige Backpulver im Küchenschrank befindet und nach dessen Verwendung nicht die gesamte Familie unter akutem Kuchenmangel leidet. Zu dieser Anleitung benötigt man mindestens 2-3 Päckchen des Wunderpulvers. Alternativ kann man auch Natron verwenden.


1. Zu Beginn benötigt man je nach Ausmaß der Verschmutzungen 2-4 Päckchen gewöhnliches Haushaltsbackpulver. In der Regel reichen für die meisten Verschmutzungen 3 Päckchen aus. Eine kleine Schüssel und einen Pinsel – mehr braucht es nicht.

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 2. Diese mit etwas Leitungswasser zu einer dickflüssigen Paste verühren. Sie sollte klebrig sein und sich gut verstreichen lassen.

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3. So schaut die Paste dann am Ende aus. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, der kann noch etwas Pulver ergänzen und die Paste noch etwas dicker anrühren. Als Pinsel zum Verstreichen eignet sich jeder hausübliche Pinsel oder die raue Seite eines trockenen Schwammes.

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4. Nun verteilt man die Masse mit dem Pinsel oder einem trockenen Schwamm auf den eingebrannten Stellen im Backofen. Man kann die Paste auch auf das Backblech streichen. Nur bei den Heizstäben sollte man aufpassen und diese besser auslassen.

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5. Das Gemisch lässt man jetzt am besten über Nacht oder zumindest mehrere Stunden lang einwirken, sodass man es am nächsten Morgen mit einem Schwamm und reichlich Wasser wieder ausspülen kann. Die Fettflecken sollten sich nun leicht entfernen lassen. Hilft dieser Trick nicht, sollte man vielleicht schwereres Geschütz auffahren.

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